Fragen und Antworten
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17.12.2010

Nachhaltige Förderung

Nachhaltige Förderung jugendlicher SchülerInnen der Reformschule Rheingau


Wir erleben, dass sich für jugendliche Hauptschülerinnen und Hauptschüler immer weniger wirklich interessiert wird. Und wir erleben auch, dass die Bereitschaft, nicht zuletzt auch seitens staatlicher Institutionen, gerade in diese jungen Menschen zu investieren, nachlässt. Unter diesen jungen Menschen aber gibt es Schülerinnen und Schüler, die aufgrund individueller Schwierigkeiten und Defizite persönliche Orientierungshilfe, Begleitung und intensive Individualförderung brauchen, um einen Schulabschluss zu erreichen.

Eine aktuelle Studie der Bertelsmannstiftung fragt im Herbst 2010: „Welche Perspektiven hat ein Jugendlicher ohne Hauptschulabschluss heute?“ Und antwortet darauf:  „ Er wird kaum einen Ausbildungsplatz finden, vielmehr gilt er oder sie als nicht „ausbildungsreif“ und wird nach der Schulzeit in Maßnahmen des Übergangssystems aufgenommen. Eventuell gelingt es, im Rahmen dieser Maßnahmen einen Schulabschluss nachzuholen. Als sogenannter „Altbewerber“ kann er/ sie dann erneut die Suche nach einem Ausbildungsplatz beginnen. Tatsächlich sind Jugendliche ohne Hauptschulabschluss aber besonders häufig von Ausbildungslosigkeit betroffen, werden über ihr gesamtes Berufsleben hinweg einem hohen Arbeitslosigkeitsrisiko ausgesetzt sein bzw. müssen dauerhaft von einem verhältnismäßig niedrigen Einkommen ihren Lebensunterhalt bestreiten. Im Ergebnis sind diese Jugendlichen auch in ihren sozialen Teilhabechancen an unserer Gesellschaft deutlich eingeschränkt.“

Zukunft schenken! Jean-Dominique Risch engagiert sich seit ihrer Gründung für jugendliche Schülerinnen und Schüler der Reformschule Rheingau – ab dem Schuljahr 2011/2012 die  einzige Hauptschule in der Region. Nachdem die jungen Leute bisher zunächst bei individuellen Bedarfen mit kleinen und großen finanziellen Zuwendungen unterstützt wurden,  hat die Stiftung nun für einzelne Schülerinnen und Schüler in erheblichem Maße und von hohem nachhaltigem Wert Verantwortung übernommen.

Gefördert durch die Unternehmensgruppe GARREIS, die die Kosten hierfür in vollem Umfang spendet,  finanziert die Stiftung seit November 2010 den Einsatz einer pädagogischen Mitarbeiterin an der Schule, die im Rahmen der Integration lernschwacher Schülerinnen und Schüler in einer Klasse eingesetzt wird, um diesen Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, einen Regelschulabschluss zu erreichen, aber auch um Orientierungshilfe zu geben und Werte zu vermitteln.