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01.03.2015

Botschafterin für Menschenrechte

Friedenstaube Rabanus Maurus - Stiftung würdigt fortan herausragende Förderer und ausgezeichnetes Engagement


Im Sommer 2012 wurde die Arbeit von Jean-Dominique Risch und sein Wirken für sozialen Frieden im Rheingau im Rahmen eines Empfanges auf Schloss Vollrads mit dem Besuch der Friedenstaube „Kaspar Hauser“ des Landshuter Künstlers Richard Hillinger gewürdigt. 30 dieser Friedenstauben wurden 2008 als Symbol für die 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von ihm gestaltet. Jede Einzelne trägt dabei den Namen einer Persönlichkeit, die sich mit besonderem Engagement für die Wahrung der Menschenrechte eingesetzt hat. Die Friedenstauben „fliegen“ seither von Persönlichkeit zu Persönlichkeit, von Mensch zu Mensch - einen sozialen Friedens-Impuls setzend. Darunter waren unter anderem Erzbischof Desmond Tutu, Ai Weiwei, Michail Gorbatschow und Papst Benedikt XVI. oder in Deutschland Roman Herzog, Norbert Lammert, Angela Merkel, aber auch weniger bekannte Persönlichkeiten. Der Künstler möchte durch das Ausstellen des Symbols an die Notwendigkeit von und den steten Einsatz für die Menschenrechte erinnern.

Die Stiftung freut sich, dass sie nun selbst Trägerin einer Friedenstaube und Botschafterin für Menschenrechte geworden ist. Stolz präsentierte Stifter und Vorstandsvorsitzender Jean-Dominique Risch nun diese Friedenstaube, die er dem Heiligen Rabanus Maurus widmen durfte. Gestiftet wurde die Friedentaube Rabanus Maurus von seiner Familie, sowie Mitgliedern des Vorstandes und des Stiftungskuratoriums. Risch erklärte, dass keine Mittel aus Spenden für dieses in Bronze gegossene,  soziale Kunstwerk aufgewendet wurden. Fortan soll die Friedentaube Persönlichkeiten würdigen, die sich in erheblichem Maße um die Stiftung oder im Sinne des Stiftungszweckes für sozial benachteiligte Kinder verdient gemacht haben.

Dass die Friedenstaube dem Heiligen Rabanus Maurus (* um 780 in Mainz; † 4. Februar 856 in Winkel im Rheingau) gewidmet wurde, war Risch ein Herzenswunsch. So ist Rabanus Maurus, Abt im Kloster Fulda, Erzbischof von Mainz und großer Gelehrter und Theologe gerade den Menschen in Winkel - am Sitz der Stiftung, wo der Heilige vermutlich das Graue Haus bewohnt hat - vor allem auch als Wohltäter für Arme in Erinnerung geblieben. In einem historischen Jahresbericht heißt es: „In diesem Jahre (850) drückte schwere Hungersnot die Völker Germaniens, vornehmlich die um den Rhein wohnenden; denn ein Scheffel Getreide wurde in Mainz für zehn Seckel Silber verkauft. Es hielt sich aber zu der Zeit der Erzbischof Hraban auf einem Hof seines Sprengels namens Winkel auf, wo er Arme, die von verschiedenen Orten kamen, aufnahm und täglich mehr als 300 speiste, die abgerechnet, welche beständig bei ihm aßen.“

Somit besteht nicht nur ein regionaler Bezug zu dem Heiligen, sondern auch ein inhaltlicher Bezug im Handeln des Heiligen und der Arbeit der Kinderhilfestiftung, denn schon in der Präambel der Stiftungssatzung ist nachzulesen: „Es ist uns ein Anliegen, mit dieser Stiftung ein Zeichen gelebter christlicher Nächstenliebe zu setzen.“

Bereits im ersten Halbjahr 2015 wird die Taube Rabanus Maurus eine Persönlichkeit in der Region oder auch darüber hinaus in Deutschland besuchen und ihr Engagement für die Stiftung oder für Kinder, die von Armut betroffen sind, auszeichnen und würdigen.