Fragen und Antworten
11.11.2019

Lesen Sie den 14. STIFTUNGSBRIEF anlässlich des 10. Gründungstages


14. STIFTUNGSBRIEF

Liebe Freunde der Stiftung „Zukunft schenken!“,

„Nur Windeln, Babynahrung und Feuchttücher? Nein! Jetzt hat eine junge Mutter eine Sorge weniger!“ So habe ich vor einigen Tagen auf der Seite der Stiftung bei Facebook einen Einkauf im Drogeriemarkt beschrieben, bei dem ich eine junge Frau begleitet und die Stiftung einmal mehr die Kosten übernommen hatte.

Auch 10 Jahre nach der Stiftungsgründung hat sich unsere tägliche Arbeit – unser Dienst für Kinder und Jugendliche, Frauen und Familien im Rheingau – nicht wesentlich verändert. Wir helfen im Kleinen, wobei der Wert nicht nur in – beispielsweise – 7,35 €uro oder 46,99 €uro liegt, sondern darin, was wir mit unserer Hilfe auch menschlich bewirken. Und dies seit nunmehr 10 Jahren.

So hatte ich im Sommer im Rahmen eines kleinen Empfangs an der Pfingstbachschule in Oestrich noch einmal an die Gründung der Stiftung vor 10 Jahren erinnert: Wenige Wochen vor unserem Gründungstag 2009 war ein Zeitungsartikel mit der Schlagzeile erschienen: „Stiftungsgründung mit Anlaufschwierigkeiten“. Das, was damals gewiss nur ungeschickt formuliert war, fing seinerzeit aber doch auch einen Teil der Stimmung ein. Nicht jeder hatte darauf gebaut, dass die Stiftungsgründung gelingen und mancher hatte sogar gehofft, dass dies misslingen würde. Der Erfolg nämlich war der Stiftung nicht unbedingt in die Wiege gelegt und eine positive Entwicklung kein Selbstläufer. „Eine Kinderhilfestiftung für den Rheingau?“, so wurde ich gefragt. Nicht selten wurde mir Unverständnis darüber ausgedrückt und auch Unmut. Eine Kinderhilfestiftung im Rheingau, das passte nicht zum Image der Region, denn arme Kinder gab es ja überall, aber doch nicht im Rheingau. Und doch hat diese Stiftung in den darauffolgenden Jahren bis heute rund 160.000 €uro Fördermittel ausgeschüttet. Eben weil im Rheingau – und damit mitten unter uns – Kinder leben, die dieser Hilfe und Unterstützung auch bedürfen.

Es war gut und richtig 2009 diesen Weg zu gehen und die Stiftung aus der Taufe zu heben. Die Mühen und Anstrengungen haben sich gelohnt und für Kinder im Rheingau inzwischen vielfach ausgezahlt.

Wir Vorstände haben die zurückliegenden 10 Jahre effektiv genutzt. Und tatsächlich haben wir diese lange Zeit auch gebraucht.

So galt es zunächst, ein Stiftungsvermögen aufzubauen, das sich so beziffert, dass es auch wirklich „Vermögen“ genannt werden kann. 285.823,16 €uro Zustiftungen haben uns bis heute erreicht. Außerdem galt es, die administrative Vorstands- und inhaltlichen Stiftungsarbeit zu entwickeln und aufzubauen. Über das hinaus, was bereits in der Satzung festgelegt war, galt es, eigene Ansprüche an unsere Arbeitsweise zu definieren. So wollten wir unbürokratisch Hilfe leisten, diese Hilfe sollte individuell gerecht und außerdem im Rheingau gerecht verteilt sein. Wir mussten Kooperationen beispielsweise mit Jugendhilfeeinrichtungen oder Schulen organisieren und unsere Fördertätigkeit strukturieren. Auch mussten wir unseren eigenen Stil entwickeln etc.

Wir haben uns in dieser Zeit immer wieder auch ausprobiert, haben experimentiert, sind neue Kooperationen eingegangen, während wir andere wieder verließen, so wie wir neue Förderprojekte entwickelt haben, während wir andere wieder auf-geben mussten.

Auch war es ein fortdauernder Lernprozess. Das Wort „Kinderarmut“ allein geht schon schwer über die Lippen. Persönlich zu erleben, was dies im realen Leben für Kinder und ihre Familien konkret bedeutet, gilt es für uns auch nach 10 Jahren immer wieder auf das neue zu verarbeiten.

TATSÄCHLICH NUR WINDELN, BABYNAHRUNG UND FEUCHTTÜCHER?

Wir schauen mit Dankbarkeit, Freude, und – ja – auch mit Stolz auf die vergangenen 10 Jahren zurück. Und auch nach 10 Jahren ist die Luft bei uns nicht raus.

Obwohl es ruhiger um die Stiftung geworden ist, sind wir trotzdem nicht in Sorge, denn in ruhigem Wasser zu schwimmen, bedeutet eben auch, sich in sicherem Wasser zu bewegen.

Natürlich bemerken wir, dass uns heute weniger Zustiftungen und Spenden erreichen. Umso mehr aber freuen wir uns Monat für Monat über die verlässliche Förderung aus dem Freundeskreis der Stiftung. Allein zum 1. Oktober haben uns 720,- €uro Zustiftungen aus diesem Freundeskreis erreicht. Unsere Freundinnen und Freunde stiften jedes Jahr inzwischen mehr als 5.000 €uro zu.  

Für diese fortdauernde und – wie beschrieben – verlässliche Förderung sind wir sehr dankbar. Auch hier möchte ich darauf verweisen, dass diese Förderung viel mehr bedeutet, als der zu beziffernde Wert. Wir drei Vorstande erleben, dass wir in unserer Arbeit nicht alleine sind, sondern von engagierten Menschen begleitet werden.

DANKESCHÖN!

Gerne möchte ich Sie auf eine Satzungsänderung aufmerksam machen, die wir im vergangenen Jahr vorgenommen haben. In der Satzung ist festgelegt, dass die Stiftung „in Oestrich-Winkel und im Rheingau“ fördert. Was aber ist „der Rheingau“? Das Weinanbaugebiet „Rheingau“ reicht bis Flörsheim oder Wicker, zum politischen Wahlkreis Rheingau (…) gehört inzwischen sogar Heidenrod. Was also ist „der Rheingau“? So hatten wir eben auch schon Förderbitten aus dem Untertaunus. Damit in Zukunft also Klarheit besteht, haben wir die Satzung um den folgenden Satz ergänzt:

„Die Bezeichnung ‚Rheingau‘ umfasst dabei die historisch gewachsene Region mit den Gemeinden Lorch, Rüdesheim, Geisenheim, Oestrich-Winkel, Kiedrich, Eltville und Walluf.“

Diese Satzungsänderung ist nach Genehmigung durch die zuständige Stiftungsaufsicht gültig.

Schließlich möchte ich Ihnen mit diesem Stiftungsbrief endlich auch unseren kleinen Film bzw. unseren Werbe-Spot präsentieren, der 2019 in Zusammenarbeit mit Christian T. Roos von Roosmedia in Oestrich-Winkel entstanden ist. Im Frühjahr war er an uns herangetreten und hatte uns die Realisierung eines solchen Werbe-Spots angeboten. Natürlich sind wir für ein solches Filmprojekt Feuer und Flamme gewesen. Im Mai fanden die Dreh- und Studioarbeiten statt.  Mit dem Ergebnis des Spots sind wir sehr zufrieden und finden: Das Thema der Stiftung wurde treffend aufgegriffen und gefühlvoll umgesetzt.

In diesen Tagen beginnen für uns bereits die Vorbereitungen auf die Weihnachtsmärkte im Rheingau. Gerne möchte ich Sie schon heute sehr herzlich einladen, uns beim Adventszauber in Geisenheim (30.11.+01.12.) oder beim Weihnachts-markt auf Schloss Vollrads (07.12.+08.12.) am Stand der Stiftung zu besuchen. Wir hoffen auch in diesem Jahr wieder auf viel Unterstützung, sodass wir ein breites Angebot an Weihnachtsgebäck und kreativen Handarbeiten haben werden.

Meine abschließenden Grüße – auch im Namen der beiden Stiftungsvorstände Elvira Mehrlein und Tanja Risch – möchte ich mit der Bitte verbinden, dass Sie die Stiftung durch eine Zustiftung persönlich fördern und unsere Arbeit aktiv zur Förderung weiterempfehlen wollen. Wir stehen kurz davor eine weitere große Wegmarke – ein Stiftungsvermögen von 300.000 €uro – zu erreichen und mit Ihrer Unterstützung schaffen wir das vielleicht noch in diesem Jahr!

Ich lade Sie schließlich ein, mit einer jährlichen Zustiftung ab 50 €uro als Mitglied im Freundeskreis der Stiftung TEIL UNSERES TEAMS zu werden.

Herzliche Grüße aus Winkel.
Ihr,
Jean-Dominique Risch

Zustiftungen & Spenden
Stiftung Zukunft schenken! Jean-Dominique Risch
Rheingauer Volksbank
IBAN: DE 6351 0915 0000 0005 6138
Verwendungszweck: „Zustiftung“ (oder „Spende“)