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15.01.2016

Information

Brief des Vorstandsvorsitzenden / RÜCKBLICK 2015


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Stiftung,

zu Beginn des neuen Jahres möchte ich Ihnen die guten Wünsche des Stiftungsvorstandes überbringen, mit Ihnen auf das zurückliegende Jahr blicken und Sie über die Entwicklung der Stiftung informieren.

Zum ersten Mal seit der Stiftungsgründung mussten wir im vergangenen Jahr erleben, dass sich die Stiftung nicht in derselben Weise positiv entwickeln durfte, wie wir dies bisher gewohnt waren. Wir sehen, dass sich die Menschen derzeit vor allem auf die Hilfe für Flüchtlinge konzentrieren und so hatten wir seit Jahresbeginn zunächst einen sehr spürbaren Rückgang der Zuwendungen zu verzeichnen. Gleichwohl freuen wir uns über die Solidarität und große Hilfsbereitschaft der Menschen in unserem Land mit den Menschen, die im wahrsten Sinne des Wortes vor "Kopfabschneidern" fliehen und um das nackte Überleben rennen, während unsere Stiftung Menschen doch „nur“ zu einem besseren Leben verhelfen möchte. Auch wenn wir den Rückgang an Spenden und Zustiftungen zunächst bedauern, wir wissen um die existenzielle Not der meisten der Flüchtlinge und denken, dass wir hier – nicht zuletzt auch aus dem uns eigenen christlichen Selbstverständnis heraus – einen Schritt zurück in die zweite Reihe treten müssen und dies auch verkraften können.

Trotz der Einbußen bei den Spenden ist es uns möglich gewesen, über das Jahr engagierte Stiftungsarbeit zu gestalten und bewährte Förderangebote fortzuführen. Schwieriger war es zunächst, das Vermögen der Stiftung weiter aufzubauen – Sie wissen, dass ich hier einen Schwerpunkt meiner persönlichen Arbeit gesetzt habe. So suche ich stets nach neuen Möglichkeiten oder Wegen, die wir als Stiftung beschreiten können, um Zustiftungen einzuwerben. Gerade die zahlreichen Veranstaltungen der deutschen Stiftungswelt sind da nützlich, um mit Stiftern und Stiftungsvertretern persönlich ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. So sind die Teilnahme an den Stiftungstagen, die uns die Unternehmensgruppe Garreis und die Naspa auch im vergangenen Jahr wieder ermöglicht haben und eine Anzahl von Vortragsveranstaltungen, die ich besucht habe, sehr hilfreich für unsere Stiftungsarbeit gewesen. Hierbei interessiere ich mich neben Themen zu rechtlichen Fragen vor allem auch für Veranstaltungen zum Thema Fundraising – hier im Speziellen das Werben um Zustiftungen. Denn gemeinhin gilt das Einwerben von Zustiftungen als ganz besonders hartes Brot. Tatsächlich erlebe ich immer wieder, dass den Menschen der Unterschied zwischen einer „Zustiftung“ und einer „Spende“ entweder nicht bekannt ist oder sie sich schließlich eben doch lieber für eine Spende entscheiden, die ganz unmittelbar wirkt und ihr Ziel 1:1 erreicht. Es ist sehr schwierig, den Blick der Menschen auf ein Ziel zu richten oder sie gar für etwas zu begeistern, das für sie nicht unmittelbar greif- und erlebbar ist.

So bin ich sehr dankbar, dass uns nach einer langen Durststrecke 2015 zum Jahresende dann doch einige sehr großzügige Zustiftungen erreicht und wir im Dezember eine weitere große Wegmarke überschritten haben. Das Stiftungsvermögen beträgt nunmehr 200.000 €uro (+).

Allen Förderer, die zum Erreichen dieser Wegmarke beigetragen haben, möchte ich sagen, „ich bin sehr froh und dankbar für Ihre Unterstützung. Sie alle haben Anteil daran, wenn die Stiftung „Zukunft schenken!“ zwar oft nur im Kleinen helfen, aber damit sehr große Freude und manches Mal sogar Glück auslösen kann.“

Zu Beginn des Jahres 2015 hatte ich bereits angekündigt, dass sich die Arbeit der Stiftung bei einigen Förderangeboten verändern wird:

Nach vier Jahren ist im Sommer 2015 unser Förderangebot „Schulsozialarbeit“ an der Reformschule Rheingau in Oestrich ausgelaufen. Hintergrund sind die Umsetzung des Schulentwicklungsplans im Rheingau und die damit einhergehenden Veränderungen bei den an uns gerichteten Bedarfen.

Das Förderangebot für jugendliche Asylbewerber, die bisher in Oestrich an der Reformschule Rheingau in sogenannten „Intensivklassen“ betreut wurden, wird nach dem Umzug der Klassen an die Hildegardisschule nach Rüdesheim nunmehr dort fortgesetzt. Die Stiftung stellt hier für integrative Maßnahmen Fördermittel in Höhe von 1.000 €uro zur Verfügung, die von den beiden begleitenden Lehrerinnen bzw. der Schule unbürokratisch abgerufen werden können.

Außerdem führt die Stiftung das ergänzende pädagogische Angebot ("Gemeinschaft und Sozialkompetenz stärken") für Kinder an der Rabanus-Maurus-Schule in Winkel nach dem Umzug der Schule nach Oestrich und nach ihrer Umbenennung in „Pfingstbachschule“ in derselben Weise fort.

Zu Beginn dieses Schreibens hatte ich das hervorragende gesellschaftliche Engagement zugunsten von Flüchtlingen angesprochen. Selbstverständlich ist auch hier die Stiftung aktiv und fördert Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien, die bei uns Aufnahme und Schutz gewährt bekommen. Mit Blick auf unsere bescheidenen Ressourcen haben wir uns dabei entschlossen, vor allem Maßnahmen zu unterstützen, die der Sprachförderungen und einer guten Integration dieser jungen Menschen hilfreich sind. Hierzu haben im vergangenen Jahr u.a. die John-Sutton-Schule in Kiedrich und das Mehrgenerationshaus in Winkel Fördermittel der Stiftung erhalten.

Und nach wie vor setzen wir vor allem auch auf sehr persönliches Engagement. In Zusammenarbeit mit den Studenten der European-Business-School und der AWO in Kiedrich begleiten wir im Rahmen von sog. „sozialen Patenschaften" derzeit jugendliche Asylbewerber, um ihnen eine noch bessere Integration bei uns in Deutschland zu ermöglichen. Die Studenten werden hierbei von uns begleitet und erhalten die Möglichkeit zur einer Reflexion ihres Engagements.

Es sind neben den vielen kleinen Hilfen der Stiftung eben gerade oben beispielshaft genannte Förderangebote, mit denen wir nach außen wirken und die Menschen für unsere Arbeit und als Förderer gewinnen möchten. Mein Traum – mein Ziel – bleibt, eine vermögende Kinderhilfestiftung im Rheingau aufzubauen, die für sehr lange Zeit viel Gutes tun kann. Anspruch der Stiftung muss es dabei stets bleiben, dass Kindern und Jugendlichen aus der Stiftungsarbeit jeweils ein unmittelbarer und spürbarer Mehrwert entsteht. Daran wird sich die Stiftung heute und immer messen lassen müssen.

Ich möchte Sie bitten uns hierbei zu begleiten und die Stiftung "Zukunft schenken!" durch eine Zustiftung zu fördern.

Herzliche Grüße,
Ihr, Jean-Dominique Risch