Fragen und Antworten
28.04.2016

Lesen darf kein Privileg sein

FÖRDERMITTEL FÜR SCHÜLERBIBLIOTHEKEN - Bücher im Wert von 4.900 €uro an Kinder übergeben


Am 23. April wurde weltweit der „Tag des Buches“ begangen. Die Stiftung hat dies zum Anlass genommen und auf Schloss Vollrads Fördermittel in Höhe von 4.900 €uro in Form von 450 Büchern und Medien an Schülerinnen und Schüler von Grundschulen im Rheingau sowie die Kinder- und Jugendfarm in Winkel überreicht. Hierzu hatte die Stiftung die Schulen bereits im Dezember 2015 eingeladen, ihre Bücherwünsche zu nennen. Dabei sollten auch Kinder mit Migrationshintergrund, die Deutsch als Zweitsprache (DaZ) erlernen, berücksichtigt und die Bücher- und Medienwünsche entsprechend ergänzt werden. Die Höhe der jeweiligen Fördermittel orientierte sich an der Gesamtschülerzahl der einzelnen Schulen. Um darauf aufmerksam zu machen, dass Bücher im doppelten Sinne des Wortes ein „teures Gut“ sind und viele Kinder keinen Zugang zu Büchern haben, weil ihre Familien sich dies schlicht nicht leisten können, wurde die Fördermittelübergabe unter den Leitsatz „Zukunft schenken! bedeutet, Lesen darf kein Privileg sein“ gestellt. Mit den Bücherspenden möchte die Rheingauer Kinderhilfestiftung möglichst vielen Kindern den Zugang zu Büchern und zum Lesen ermöglichen. Wir freuen uns, dass die Grundschulen das Lesen in den Schulalltag der Kleinen integriert und Schülerbibliotheken eingerichtet haben, in denen vor allem auch Jungen und Mädchen im Sinne unseres Stiftungszweckes stöbern und sich Bücher kostenlos ausleihen können, erklärten die beiden Stiftungsvorstände Elvira Mehrlein und Tanja Risch. Aus diesem Grund erführen die Schulen bereits seit Jahren Förderung der Stiftung beim Aufbau und bei der Erweiterung dieses Bücher- und Leseangebotes. Mit der Leseförderung habe die Stiftung von Anfang an einen Schwerpunkt ihrer Fördertätigkeit im Rheingau gesetzt. Die Leseförderung wird nun schließlich um die Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund ergänzt, um diesen eine gute Integration zu ermöglichen. Seit der Stiftungsgründung seien inzwischen mehr als 11.000 €uro zugunsten der Leseförderung im Rheingau ausgeschüttet worden. Die Fördermittel nun in Höhe von 4.900 €uro entstammten ausschließlich Erträgen des Stiftungskapitals. Dies, so Stifter Jean-Dominique Risch, sei gerade aus dem Grunde ganz besonders bemerkenswert, da die Stiftung vor sieben Jahren mit einem Betrag in derselben Höhe überhaupt auf den Weg gebracht wurde. Heute könnten bereits aus einem Stiftungskapital in Höhe von 207.000 €uro Erträge erwirtschaftet und zur Förderung von Kindern im Rheingau verwendet werden. Zu der feierlichen Fördermittelübergabe waren nicht allein Kinder mit ihren Eltern, Vertreter der Grundschulen, der Schulträger, des staatlichen Schulamtes und Freunde der Stiftung gekommen. Unter den Gästen waren auch Sophie Gräfin zu Eltz und Dr. Karl Graf zu Eltz – beide gleichsam dem Rheingau wie der Leseförderung eng verbunden. Gräfin zu Eltz ist Vorsitzende der Freunde der Stiftung Lesen in Mainz und ihr Mann Mitglied des Stiftungskuratoriums der Stiftung Lesen. „Wir gratulieren der Stiftung "Zukunft schenken!" sehr herzlich zu ihrer Initiative, den Rheingauer Grundschulen Bücher im Werte von € 4.800 zu übergeben. Was gibt es Schöneres für ein Kind, als ein spannendes Buch zu lesen? Es fördert die Phantasie, es ‚beamt‘ in fremde Welten mit neuen Erfahrungen und es formt Verstand und Empathie“, so die beiden. Zur nachhaltigen Förderung von Kindern im Rheingau werben die Stiftungsvorstände um Zuwendungen in das Stiftungsvermögen und bitten daher darum, im Verwendungszweck stets das Wort „Zustiftung“ mit anzugeben.“