Fragen und Antworten
30.09.2016

Auch das ist Teilhabe - Stiftung ermöglicht einzigartige Reise nach Afrika


„Ich finde das Klein-Klein wunderbar“ lautete die Überschrift über einem Stifterportrait, welches das renommierte Münchner Stiftungsmagazin DIE STIFTUNG in seiner Frühjahrsausgabe 2016 über Jean-Dominique Risch veröffentlicht hatte. Mit diesen Worten nämlich hatte dieser die Arbeit der Stiftung beschrieben, die zumeist mit kleinen Förderbeträgen arbeitet.

Dass wir gleichwohl auch große Beträge in die Hand nehmen, hatten wir zuletzt im April dieses Jahres gezeigt, als wir Rheingauer Schülerbibliotheken mit Büchern im Wert von 5.000 €uro ausstatteten. Seit vielen Jahren fördern wir außerdem Angebote an der Leopold-Bausinger-Schule in Geisenheim oder der Grundschule in Winkel – nun in Oestrich – mit zum Teil sehr erheblichen Beträgen. Und diese Hilfen kommen stets sehr vielen Kindern zugute.

Viel mehr aber suchen die drei ehrenamtlichen Stiftungsvorstände – Elvira Mehrlein und Tanja und Jean-Dominique Risch – die persönliche, sehr individuelle Förderung einzelner Kinder und Jugendlicher. Dann stellt sich ihnen manches Mal die Frage nach dem ‚Klein-Klein‘ oder ob es auch ein wenig mehr sein darf.

So im vergangenen Jahr, als sie zusammen mit dem Stiftungskuratorium darüber berieten, ob sie einer Schülerin oder einem Schüler die Teilnahme an einer Reise nach Afrika ermöglichen wollten, die vom Verein „Rheingauer Jugend für Afrika“ durchgeführt würde und - selbstredend - mit erheblichen Kosten für die Teilnehmer verbunden wäre. „Zugegeben, die Beratungen waren kontrovers“ verrät Jean-Dominique Risch, „denn klar war, dass wir mit der angedachten Einzelfördersumme hätten auch viele Kinder und Jugendliche mehr fördern können.“ Und doch hatte sich der Stiftungsvorstand nach Gesprächen mit den Vereinsvorständen von „Rheingauer Jugend für Afrika“, Gesprächen mit Schulsozialarbeiterinnen und vor allem mit einzelnen Zusagen für zweckgebundene Spenden eben für diese Maßnahme dazu entschlossen, einem jungen Menschen diese einmalige Reise zu ermöglichen und hierfür rund 800 €uro zur Verfügung zu stellen. Auf Empfehlung der Schulsozialarbeit im Rheingau wurde schließlich eine Schülerin, die sich diese Reise hätte eben nicht ermöglichen können, ausgewählt und erhielt nach einem persönlichen Gespräch im Mai 2015 sehr bald eine verbindliche Förderzusage der Stiftung.

Im Juli 2016 ging es dann zusammen mit anderen Jugendlichen und dem Begleiterteam für 3 Wochen in den Süd-Westen von Kenia. Auf dem Programm stand vor allem die Umsetzung eines sozialen Projektes. Dabei hatten sich die Rheingauer Jugendlichen vorgenommen, in diesen wenigen Wochen Schulräume zu renovieren, Fundamente für große Wassertanks zu errichten und Holz zu spalten, aus dem später 30 Tisch-Bank-Kombinationen für die kenianischen Schüler entstehen sollten. 

Natürlich gab es auch reichlich Gelegenheit Afrika, mit seiner einzigartigen Landschaft, den Tieren und Menschen zu erleben, die Speisen des Landes und die Lebensweise und Kultur der Bevölkerung kennen zu lernen. Vor allem aber, um viele Eindrücke und Gedanken zu sammeln und mit nach Hause zu nehmen. Risch, der selbst viele Jahre Sommerfreizeiten und Reisen für Kinder und Jugendliche in Winkel organisiert hatte, weiß, dass über dieses reine Reiseerlebnis hinaus aber zählt, eine solche Reise mit Gleichaltrigen und Freunden unternommen zu haben. Er sieht darin den eigentlichen Wert. „Auch dies bedeutet Teilhabe“.

So sind am Ende schließlich alle glücklich gewesen – Schülerin und Stiftungsvorstände gleichermaßen. „Ich bin dankbar für diese einzigartige Möglichkeit, die Sie mir gegeben haben – und für Ihre Freundlichkeit, mit der Sie mich empfangen haben“. So drückte die jugendliche Schülerin in einem langen Brief ihre Freude und Dankbarkeit aus.